Freitag, 1. Februar 2013

Wie rauche ich richtig Zigarre?

Hierum ranken sich ja viele Mythen und vermeintliche Benimmregeln und viele glauben nur ihre Weise eine Zigarre zu rauchen ist die richtige.
Daher kann ich nur sagen, dass es hier wenig richtig und falsch gibt und man auch gar nicht so einen Zauber darum machen sollte, wenn man nicht will. Man kann sich aber den Genuss etwas verstärken indem man sich einfach etwas Zeit nimmt, also fangen wir mal an.

Vorbereitung

Man sollte die Zigarre zuerst einmal ansehen und nochmals prüfen ob sie nicht irgendwelche Mängel aufweist. Das Deckblatt sollte keine Risse haben und schön anzusehen sein. Mit der Zeit und etwas Übung erkennt man auch am Druck auf die Zigarre wie sie sich verhalten wird und erkennt an der Überlappung der Kappe ob diese gut angebracht ist. Der Kaltgeruch der Zigarre sagt meist wenig aus, sollte aber zumindest nicht abstossend sein und keinesfalls nach Ammoniak riechen oder anderen Chemikalien.

Der Cut

Auch hier gilt: Einfach ist gut. Das Cutten ist die einfache Methode die Kappe der Zigarre so zu öffnen, dass man sie gut rauchen kann. In den Herstellerländern wie Kuba wird das niemand machen, dort wird abgebissen oder mit dem Fingernagel abgepopelt, dass sollte man aber nicht nachmachen. Es funktioniert zwar, schaut aber nicht gerade appetitlich aus.
Es gibt noch weitere Methoden wie Bohren mit einem Zigarrenbohrer. Ich empfehle den Anfänger mal zu cutten und sich später mit anderen Methoden auseinanderzusetzen.
Beim Cutten wichtig: So viel wie notwendig, so wenig wie möglich. Prinzipiell reicht es die Kappe zu öffnen. Auch kann man immer noch ein weiteres Stück cutten, also lieber mal zu wenig als zuviel. Einfach den Cutter ansetzen bis die Klingen am gewünschten Schnittpunkt anliegen und dann beherzt und in einem Zug durchcutten.
Wenn wir uns das Bild der Kappe ansehen sollten wir also im Bereich der mittleren Linie cutten. Keinesfalls weiter als die untere und wenn möglich nicht kürzer als die oberste Linie.
Am Besten man macht ein paar Züge ohne die Zigarre anzuzünden und dann merkt man gleich ob der Zug einfach ist. Ist der Zug viel zu schwer, also so als ob man versucht einen Golfball durch einen Gartenschlauch zu saugen, kann man versuchen noch etwas mehr zu cutten. Aber vorsicht: Nicht zuviel!

Anzünden

Wir haben ja schon gesprochen vom Anfängerfeuerzeug, einem Jetflame das halbwegs günstig ist. Stellt euch die Flamme ruhig etwas hoch ein. Nun solltet ihr keinesfalls volle Kanne an die Flamme und auch gleich an der Zigarre ziehen. Die Zigarre sollte getoastet werden (nein nicht in den Toaster stecken!). Sprich wir halten die Zigarre in einer Hand und das Feuerzeug in der anderen. Wir zünden das Feuerzeug und führen das Ende der Zigarre langsam in die Nähe der Flamme (nicht direkt) sodass nur das Ende der Zigarre der Hitze ausgesetzt ist. Dann bewegen wir die Zigarre langsam um die Flamme, sodass das gesamte Ende auch Hitze abbekommt, bis sie leicht zu glühen beginnt. Zur Kontrolle könnt ihr einfach die Flamme wegnehmen und ganz leicht gegen das Ende pusten. Fängt es ganz leicht an zu glimmen, überall gleichmässig dann passt es. Geht langsam vor bis die Zigarre schön gleichmässig angetoastet ist. Dann stecke ich das Zugende in den Mund und gebe beim ersten Zug noch etwas Flamme. Man merkt sofort wenn sich gut Rauch entwickelt dann habt ihr es geschafft.
Das wars schon. Viel Spass mit der Zigarre.
Ich empfehle dieses, zwar Englischsprachige Video. Selbst wenn man nicht Englisch kann, sieht man aber gut wie die Zigarre angezündet wird:

Rauchen

Lasst euch Zeit! Zieht am Anfang so ein mal pro Minute maximal. In der Ruhe liegt die Kraft und auch eine gleichmässige Entfaltung aller Aromen.
Viel Spass mit Eurer Zigarre!


Keine Kommentare:

Kommentar posten